"Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

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Woody
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"Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Woody » Di Jan 02, 2018 2:22 pm

Da ich mich schon länger mit dem Thema "Selter/Mineralwasser oder Leitungswasser" beschäftige habe ich doch mal (wieder) im Internet recherchiert. Kein "Lebensmittel" wie Leitungswasser wird besser kontrolliert. Bei "Utopia" bin ich dann auch fündig geworden. Sicherlich gibt es noch andere Beispiele bzw. Seiten die man dazu finden kann:
Gekauftes Mineralwasser in Flaschen ist nicht besser als Leitungswasser – zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrem neuesten Test. Demnach enthält Leitungswasser oft mehr Mineralstoffe und weniger ungesunde Rückstände.

„Mineralstoffe im Mineralwasser sind ein Mythos“ – viel deutlicher hätte die Stiftung Warentest ihr Testergebnis nicht formulieren können. Auch, was das Ergebnis für uns Konsumenten bedeutet, ist relativ klar: Wasserflaschen schleppen ist fast überall in Deutschland unnötig, wir können getrost Leitungswasser trinken.

Für den Test wurden 28 Trinkwasserproben aus 13 deutschen Bundesländern sowie 30 stille Mineralwässer analysiert.
Aktuell wurde das heute morgen für mich als ich ein Bericht über eine Firma sah, die (indirekt) für ihr Produkt wirbt. Und zwar wirbt sie damit, dass man eigentlich gar keine Plastikflaschen bräuchte da unser Leitungswasser die beste Qualität bietet. Das stimmt wenn denn diese Firma nicht selbst Produkt in besagten Flaschen bieten würde - daran würde man aber noch arbeiten. So sei's denn...

Ich selbst nutze überwiegend mein "eigenes" Leitungswasser aus dem "Hahn". Dazu nutze ich dann (leider) meine Plastikflaschen.

Zum Anfang meiner beruflichen Laufbahn war ich bei einer namhaften Getränkefirma hier in Lübeck tätig. Dort gab es zu der Zeit fast nur Glasflasche. Der Nachteil, die Kisten waren sauschwer. Im Schnitt so ca. 25kg, die 12 Literkiste. Das hat man dann später mit Plastik reduzieren können. Leider auf Kosten der Natur denn nicht jeder gibt seine Plastikflaschen wieder ab.

Nun wissen wir auch alle, dass Plastik nicht unbedingt ein Segen war/ist. Schauen wir uns die Weltmeere an:



Was meint ihr dazu und wie ist eure Meinung zum Thema "Plastikflasche"???
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Pittiplatsch
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Pittiplatsch » Di Jan 02, 2018 5:18 pm

Das sind jetzt zwei Themen. Wasserqualität und Plasteflasche. Zum Leitungswasser bin ich geteilter Meinung. Schenkt man den Medien Glauben ist es durch die häufige Prüfung wahrscheinlich sicherer als Mineralwasser aus der Flasche. Um es genau zu wissen müsste man Analysezertifikate und Vorgaben vergleichen. Welche Werte sind vergleichbar. Gibt es Bestandteile die keiner Prüfvorschrift unterliegen, von denen aber eine Gefahr ausgehen kann.
Für äußerst kritisch beim Mineralwasser sehe ich die Leitungen. Wasserleitungen in den Häusern fallen nicht unter die Kontrollpflicht der Versorger. Erreger wie z.B. Legionellen können sich unbeobachtet entwickeln. Ein Wasserhahn in dem sich Pilz gebildet hat gibt die Sporen im Wasser ab.
Bei der Plasteflasche wiederum sind es Weichmacher die in die Flüssigkeit gelangen können. Und eben die fehlende Prüfpflicht.
Bei Thema Plastemüll hab ich dagegen gar keine Bedenken. Im Pfandsystem werden die Flaschen zurück genommen. Pfandfreie Flaschen wandern in den gelben Sack. Wird also vom Plastemmüll in den Weltmeeren gesprochen müssen sich deutsche Bürger nicht angesprochen fühlen.

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Woody
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Woody » Di Jan 02, 2018 5:40 pm

Pittiplatsch hat geschrieben:
Di Jan 02, 2018 5:18 pm
Für äußerst kritisch beim Mineralwasser sehe ich die Leitungen. Wasserleitungen in den Häusern fallen nicht unter die Kontrollpflicht der Versorger. Erreger wie z.B. Legionellen können sich unbeobachtet entwickeln. Ein Wasserhahn in dem sich Pilz gebildet hat gibt die Sporen im Wasser ab.
Darum lässt man ja das Wasser einen Moment laufen. So mach ich es auch immer. Die Legionärskrankheit war ein großes Thema für mich in Spanien. Legionellen entwickeln sich eigentlich nur im stehenden Wasser...
Pittiplatsch hat geschrieben:
Di Jan 02, 2018 5:18 pm
Bei Thema Plastemüll hab ich dagegen gar keine Bedenken. Im Pfandsystem werden die Flaschen zurück genommen. Pfandfreie Flaschen wandern in den gelben Sack. Wird also vom Plastemmüll in den Weltmeeren gesprochen müssen sich deutsche Bürger nicht angesprochen fühlen.
Das ist für mich Vogelstrauß-Politik... Das ist ein Problem der Menschheit für das man alle sensibilisieren muss!!!
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Guitarking
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Guitarking » Di Jan 02, 2018 6:04 pm

Pfandfreie Flaschen wandern in den gelben Sack. Wird also vom Plastemmüll in den Weltmeeren gesprochen müssen sich deutsche Bürger nicht angesprochen fühlen
Das halte ich für ein Gerücht. Viele tun es, aber viele eben auch nicht. Ich habe noch nie gesehen, dass Nachbar Torsten irgendwas in den gelben Sack gepackt hätte. Das ist ihm viel zu kompliziert, er ballert halt alles in die schwarze Tonne. Und davon gibt es leider Viele. Und somit ist es sehr wohl auch unser Problem. Die Wissenschaft ist sich uneinig, ob bei der sachgerechten Verbrennung von Plastik Schadstoffe anfallen, das ist sicherlich der Fall. Wenn allerdings die Müllverbrennungsanlage auch z.B. eine Fernheizung ist, dann zählt das Schadstoffargument natürlich nur, soweit hier mehr Schadstoffe frei werden, als bei einer Ölheizung, und das wage ich zu bezweifeln, diese Fernheizungen haben einen sehr guten Wirkungsgrad.
Ich selbst kaufe immer Wasser ohne Kohlensäure, aber mit sowas ähnlichem wie Geschmack. Nur Wasser ist mir zu langweilig und schmeckt mir nicht. Wenn ich so sehe, was wir an Plastikflaschen verbrauchen, wird mir irgendwie ganz anders. Aber dieses Wasser mit dem chemischen Zusatz, der einen Geschmack von sonstwas suggeriert, gibt es halt nur in solchen Flaschen. Eigentlich lege ich ja wert auf die Tatsache, dass ich gutes Essen und Trinken zu schätzen weiß, aber hier bin ich ein echter Kulturbanause. Weiß auch nicht, wieso mir so ein Mist schmeckt...
Das mit den Tests von Leitungswasser stimmt. Vor einigen Jahren hat mal eine Studentengruppe der Betriebswirtschaft als Planspiel Leitungswasser abgefüllt und nach einigem Werbeaufwand erfolgreich verkauft (ich meine das war im Raum Wiesbaden). Daran war nix illegales, der Versuch lief einige Zeit, und die haben dann ihre Gewinne gespendet.

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Woody
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Woody » Di Jan 02, 2018 6:14 pm

Guitarking hat geschrieben:
Di Jan 02, 2018 6:04 pm
Ich selbst kaufe immer Wasser ohne Kohlensäure, aber mit sowas ähnlichem wie Geschmack. Nur Wasser ist mir zu langweilig und schmeckt mir nicht.
Darum wird Dir ja auch, z. B. "Bonaqa", der Firma Coca Cola verkauft. Dies wird aus Leitungswasser gewonnen. Letztlich kann man dann auch Leitungswasser nehmen und diesem Kohlensäure zusetzen. Da gibt es ja so nette Vorrichtungen... :w004
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Pittiplatsch » Di Jan 02, 2018 8:49 pm

Das ist für mich Vogelstrauß-Politik... Das ist ein Problem der Menschheit für das man alle sensibilisieren muss!!!
Das ist wieder einer der populistischen Sprüche. :w023: Immer schön an der Oberfläche. Nur nicht den Dingen auf den Grund gehen. :w021:

Gelbe Tonne, Pfandautomat oder normaler Hausmüll. Kein Plastestück davon wandert ins Meer. Auch nicht das des Herrn Torsten. Ich fahre ja sehr regelmäßig auf der Elbe herum. Es kommt mal ne leere Bierflasche oder ein Stück Holz geschwommen. Plasteteile sind die absolute Ausnahme. Das heißt das auch aus Tschechien kein Plastemüll ins Meer geleitet wird. Wenn es wirklich der Fall ist das von Deutschland Plaste in großen Mengen ins Meer gespült werden dann passiert das nach uns. Und da ihr am nächsten an der Mündung wohnt wäre es ein leichtes zu überprüfen was da im Wasser schwimmt. Eine Plasteflasche schwimmt nur in sehr seltenen Fällen unter der Wasseroberfläche. Selbst wenn sie voll ist. Bei den vielen Flussradtouren die ich gemacht habe ist noch nie ein sichtbares Plastemüllproblem sichtbar gewesen. Ich kann da gern (tausende) Bilder zur Prüfung zur Verfügung stellen.
Also erst nachdenken und dann schreiben.

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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Kuddel » Di Jan 02, 2018 8:55 pm

Warum verenden Fische,Schildkröten usw. im Meer an Plastik.
Das ist Global gesehen ein ernstes Problem, nicht nur am Tellerrand schauen sondern Weltweit :w002:
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Woody
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Woody » Di Jan 02, 2018 9:01 pm

Pittiplatsch hat geschrieben:
Di Jan 02, 2018 8:49 pm
Ich kann da gern (tausende) Bilder zur Prüfung zur Verfügung stellen.
Also erst nachdenken und dann schreiben.
Okay, ich soll also "nachdenken" und dann "schreiben"...

Kuddel hat Recht:
Kuddel hat geschrieben:
Di Jan 02, 2018 8:55 pm
nicht nur am Tellerrand schauen
Überall Plastik: Diese Bilder aus der Karibik tun weh

https://www.google.de/search?q=plastikm ... 40&bih=674
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Kuddel » Di Jan 02, 2018 9:03 pm

Das meinte ich damit :w035:
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Shadow
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Re: "Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser"

Beitrag von Shadow » Di Jan 02, 2018 9:22 pm

Das könnte man sich auch mal durchlesen:Herkunft

Wie kommt das Plastik ins Meer? Einträge von primärem und sekundärem Mikroplastik in die Ozeane[4]

Funktioniert die Müllentsorgung in Entwicklungsländern nicht, so dienen oft Gewässer oder in Trockenzeiten trockengefallene Gerinnebette als Müllabladeplätze (hier der Citarum in West-Java, auch als „schmutzigster Fluss der Welt“ bezeichnet[46])

Vorne rechts: Mumifizierter, von einem Geisternetz strangulierter Basstölpel neben brütender Artgenossin (Helgoland, 2011)
Laut einer Anfang 2015 von Science veröffentlichten Studie sind die Hauptverursacher des jährlichen Mülleintrags die Länder China, Indonesien, Vietnam und die Philippinen.[2] In den Ländern mit den untersuchten 192 Küstenregionen seien 2010 275 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert worden, 99,5 Millionen Tonnen davon seien aus der Bevölkerung gekommen, die innerhalb eines 50-Kilometer-Streifens an der jeweiligen Küste lebe und woher vermutlich der größte Teil der Kunststoffreste stamme, 31,9 Millionen davon seien unsachgemäß entsorgt worden, was schließlich zum errechneten Ergebnis führe. „Die 20 Länder mit der höchsten Verschmutzungsquote seien für 83 % aller unsachgemäß behandelten Plastikabfälle verantwortlich“.[3]

Plastikflaschen benötigen laut Umweltbundesamt 450 Jahre für ihre Zersetzung, ein Fischfang-Nylonnetz sogar 600 Jahre – von ihnen geraten jährlich ca. 25.000 Stück unkontrolliert in die Meere.[47][48]

Plastikmüll wird über die Flüsse ins Meer geschwemmt. Vielfach werden auch Mülldeponien und wilde Müllkippen im Ödland an Flüssen, Sümpfen oder Meeresküsten aufgeschüttet.[49][50]

Ladungsverluste dürften den kleinsten Teil ausmachen. Bekannt wurde der Fall des Frachters Hansa Carrier, der am 27. Mai 1990 über 60.000 Turnschuhe verlor. Auf derselben Route wie die Hansa Carrier verlor das Frachtschiff Tokio Express auf dem Weg von Hongkong nach Washington 29.000 bunte Spielzeugtiere (u.a. gelbe Plastik-Enten),[51][52] die als Friendly Floatees bekannt wurden. Seitdem werden etwa alle drei Jahre Teile dieser verlorenen Ladung in Alaska angespült. Demnach bewegt sich der Müll mit elf Zentimetern pro Sekunde (entspricht 0,4 km/h) in einem riesigen Kreis.[53] http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/acs.est.7b02368 Auch ausgediente, weggeworfene oder verloren gegangene Kunststoff-Fischernetze haben einen gewissen Anteil am Plastikmüll in den Ozeanen und Auswirkungen auf die maritime Umwelt, insbesondere in Form der „Geisternetze“.

Eine weitere große Quelle von Müll im Nordpazifik war der Tsunami infolge des Tōhoku-Erdbebens im Jahr 2011, der große Mengen von Gegenständen aller Art ins Meer spülte, die seitdem dort umhertreiben. Die Größe des dadurch entstandenen „Müllteppichs“ wird mit einer Fläche größer als die Bundesrepublik Deutschland angegeben.[54]

Der größte Teil des Makroplastik-Eintrags stammt aus China, Indien/Südasien, Afrika/dem Nahen Osten. Aus Europa und Nordamerika stammen zusammen weniger als 5 % der Menge:[55]


Legende: Indien = Indien/Südasien, Afrika = Afrika/Naher Osten, Ostasien = Ostasien/Ozeanien, Südamer. = Südamerika, Europa = Europa/Zentralasien, Nordamer. = Nordamerika.

Mitte Oktober 2017 veröffentlichte Berechnungen deutscher Hydrologen zeigen, dass ca. 90 % des weltweiten Eintrags von Plastikmüll in die Ozeane aus zehn Flüssen stammt, davon acht in Asien. Die größte Plastikmüllfracht trägt demnach der längste Fluss Asiens, der Jangtsekiang (China), die zweitgrößte der Indus (Pakistan). An dritter Stelle steht der Gelbe Fluss (ebenfalls China). Die beiden nicht-asiatischen Flüsse sind der Nil, der längste Fluss der Welt sowie der Niger (beide: Afrika).[27][56]

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